1249. Sonntagsimpuls

2. Ostersonntag – 24. April 2022 - Lesejahr C – is

Liebe Leser:innen!

Das waren noch Zeiten!

Damals,

als die Gemeinde der Jesusanhänger:innen

stetig wuchs,

tausendfach wuchs,

als Scharen von Männern und Frauen im Glauben zum Herrn geführt wurden.

Als selbst die Kranken nach draußen gebracht wurden,

dass wenigstens der Schatten des Petrus‘ auf sie fallen möge,

als die Leute aus den Städten rings um zusammenströmten,

als sie ihre Kranken und von unreinen Geistern Geplagten mitbrachten,

als alle geheilt wurden – durch die Apostel.

Das waren noch Zeiten!

Damals.

 

Ja, damals,

als es noch keine Sozialsysteme gab,

als Gleichberechtigung und Menschenrechte noch eine Utopie waren,

als Sklaverei eine gängige Praxis war,

als jede:r selbstverständlich an irgendeine Gottheit glaubte,

als die Jesusanhänger:innen noch keine Christ:innen waren,

als die Kirche als Kirche noch gar nicht existierte,

als sie deshalb noch keine Institution war,

als es noch keine Behörde und keine Hierarchie gab,

als die kirchliche Praxis noch keine Tradition war,

als es noch keinen Papst, keine Bischöfe, keine Priester gab,

und in diesem Fall noch nicht einmal Diakone,

als kirchliche Amtsträger noch nicht ihre Macht missbrauchten

und sexualisierte Gewalt durch solche kein Thema war.

 

Ja, damals,

als die Botschaft Jesu, bezeugt und verkündet durch die Apostel,

den Frauen, den Sünder:innen, den Ausgegrenzten, den Kleinen, denen am Rand,

nicht nur ihnen, aber besonders ihnen,

wirklich die Erfahrung schenkte:

bei Gott hat jede:r Ansehen,

ihnen Freiheit brachte, für sie heilsam war,

ja, damals

war vielleicht, wahrscheinlich, bestimmt so viel einfacher spürbar:

Stärker als der Tod ist die Liebe.

Und: Uns blüht das Leben, auch in Abgründen.

 

Und heute?

Heute traut Gott uns immer noch zu,

dass wir wie die Apostel seine Botschaft zum Leben verbreiten.

Heute ist diese Botschaft immer noch heilsam,

auch wenn sie derzeit keine Massen bewegt.

Heute noch öffnet sie Augen, lässt lahm Gewordene springen,

befreit aus Gefangenschaften, lässt aufhorchen,

richtet Gekrümmte auf, sättigt die nach Leben Durstenden.

Da, wo wir uns von ihm in Dienst nehmen lassen

und auf den Spuren Jesu wandeln,

erfüllt von seiner Heiligen Geistkraft.

 

Österliche Grüße

Inga Schmitt

SonntagsImpulse.de

Die erste Lesung von heute (Apg 5,12-16)

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Sálomos zusammen. Von den Übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch. Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Liegen, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Städten rings um Jerusalem strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

 

(Quelle: https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2022-04-24)

 

 

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