1287. Sonntagsimpuls

4. Sonntag in der Adventszeit, Lesejahr A, jk

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,

„und was ist, wenn es einfach keinen Josef gibt?“ – diese Frage stellte ein Kind in der letzten Woche bei der Probe für das Krippenspiel an Heiligabend, weil keines der Kinder die Rolle des Josefs übernehmen wollte. Die Weihnachtsgeschichte als moderne Interpretationen einer alleinreisenden, schwangeren Frau, die ihr Kind in Zukunft alleine großziehen wird? Aus Sicht der Kinder, die ihre Priorität eindeutig bei den Engeln und Hirten gesetzt hatten, eine gute und durchaus denkbare Variante. Den Weg würde Maria auch alleine schaffen und bei der Geburt kann Josef ihr auch nicht wirklich helfen.

Dabei spricht so viel für die Rolle des Josefs in der Geschichte, wie auch mit der Bibelstelle vom heutigen Sonntag deutlich wird.

Er ist eine sehr wichtige Persönlichkeit in der Weihnachtsgeschichte. Deshalb ist es schade, dass er in der Bibel nicht wirklich oft vorkommt. Vieles hat er auf sich genommen und sich der großen Sache untergeordnet. Das muss man erstmal können. Er zeigt Charakterstärke und die Bereitschaft zur Fürsorge und auch zur Rücksicht. Er ist loyal. Mutig. Liebevoll. Sicherlich auch verunsichert aber nie ängstlich. Er ist bereit sich auf das, was kommen wird, einzulassen.

„Und was ist, wenn es einfach keinen Josef gibt?“ - es wird einen geben, weil wir ihn brauchen, um auch seine Charakterzüge an Weihnachten aufleuchten zu lassen. Weil Weihnachten einfach einen Josef braucht. Einen Menschen, der still daneben steht, der nachdenkt und ohne große Worte handelt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen 4. Adventssonntag und eine gute kommende Woche,

Julia Kühling

Das Evangelium für den Tag: Mt 1, 18–24

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immánuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

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