1228. Sonntagsimpuls

Liebe Leser:innen!

 

Ich liebe Adventslieder. Das ist mir bewusst geworden, als ich in der Messe am ersten Adventssonntag wieder welche singen konnte. Vertraute Melodien und hoffnungsschwangere Liedtexte. Sie zaubern mir Wärme ins Herz und ein Leuchten in die Augen. Mit einem Lächeln gehe ich dann aus dem Gottesdienst hinaus. Und ertappe mich dabei, wie ich sie zwischendrin einfach mal vor mich hin summe.

Die Botschaft, die sie verkünden, entspricht in dieser Adventszeit noch viel mehr der Sehnsucht, die in meinem Herzen wohnt: in aller Dunkelheit im Morgenstern Orientierung zu finden, in unsicherer Zeit Hoffnung zu bewahren, in Sorgen und Nöten den Mut nicht zu verlieren.

 

„Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen. Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen. Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil!“ (GL 221,1) An dieses Adventslied muss ich denken, wenn ich das Evangelium des 2. Adventssonntages lese. Beides zusammen erinnert mich daran, dass uns so viel mehr erwartet bzw. verheißen ist, als wir gerade erleben. Und wirklich, mich ermutigen solche Texte, nicht in Resignation zu versinken, sondern mich aufzurichten und mein Haupt zu erheben, wie es letzten Sonntag im Evangelium hieß. Den Blick nach vorn zu richten, die Menschen im Blick zu behalten, frei zu atmen und dem Chaos dieser Zeit zuversichtlich entgegenzutreten. „Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.“ Und ich sehe es bereits überall da, wo sich Menschen unermüdlich für Kranke, Einsame, Notleidende, Vernachlässigte einsetzen, Nachbar:innen einander helfen, im Ehrenamt, wo kreative Ideen aus dem Boden sprießen und scheinbar Unmögliches möglich wird. Da senken sich Berge und Täler heben sich an, dass Wege eben werden.

 

„Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen. Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen. Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil!“

 

Mit zuversichtsfrohen Grüßen

Inga Schmitt

SonntagsImpulse.de

 

Das Evangelium von heute (Lk 3,1-6)

Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tibérius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrárch von Galiläa, sein Bruder Philíppus Tetrárch von Ituräa und der Trachonítis, Lysánias Tetrárch von Abiléne; Hohepriester waren Hannas und Kájaphas.

Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharías. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündete dort überall die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden, wie im Buch der Reden des Propheten Jesája geschrieben steht:

Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.

 

(Quelle: https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2021-12-05)

 

Das heutige Evangelium ist hier in Leichter Sprache zu finden.