1187. Sonntagsimpuls

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,

ich kann nur vermuten, welche Gefühle Petrus, Johannes und Jakobus durchlebt haben. Von (Ehr-)Furcht ist die Rede. Solche Momente festzuhalten ist schwierig. Haben Sie schon mal versucht besondere Glücksmomente in Ihrem Leben festzuhalten? Meist gelingt es nur bedingt, weil die besondere Atmosphäre nicht vollständig auf einem Foto abgebildet werden kann. Mir erging es so bei einer Reise nach Norwegen. Stundenlanges Schauen in den nächtlichen Himmel. Hoffend, dass sich Polarlichter bilden. Und als sie dann Himmel zu tanzen begannen, habe ich ein tiefes Gefühl von Demut und Dankbarkeit empfunden. Aber: Diesen Moment und meine Gefühle konnte ich nur bedingt fotografisch festhalten.

Petrus, Jakobus und Johannes scheint es da ähnlich zu gehen. Die Jünger konnten Ihren Augen nicht trauen. Sie versuchten diesen besonderen Moment der Verklärung ebenfalls in irgendeiner Form zu konservieren. So wollten sie etwas nachhaltiges, erinnerndes Schaffen. Drei Hütten bauen. Die Jünger spürten durch die Verklärung Jesu, dass eine neue Wirklichkeit angebrochen ist, aber so wirklich verstanden haben sie dies bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sie haben erst später erkannt, wer Jesus wirklich ist. Das Erlebnis auf dem Gipfel konnten sie nicht festhalten und sprechen durften sie auch nicht. Aber das, was sie im Alltag mit Jesus erlebt haben, wie er sich den Menschen zugewandt hat und sie heilte, hat die Jünger nach seiner Auferstehung verstehen lassen, was diese Verklärung bedeutet. Nicht nur für die Jünger wurde dies der Antrieb „hinaus in die Welt zu gehen“ um seine Wunder und Taten zu bezeugen.

Viele Grüße,

Julia Kühling

Das Evangelium für den Tag: Mk 9, 2–10

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

Die Internetseelsorge im Bistum Osnabrück gestaltet auch die Fastenzeit - insbesondere in den sozialen Medien des Bistums Osnabrück. Schauen Sie doch auf der Facebookseite und auf dem Instagramprofil des Bistums Osnabrück vorbei! Unter dem Motto "Abstand fasten" wird es einige Aktionen im Laufe der Wochen bis Ostern dort geben. Unter anderem werden Menschen aus dem Bistum erzählen, wie sie Abstand fasten. Die Hoffnungstöne geben einen musikalischen Impuls zu den Fastensonntagen. Tipps zum nachhaligen Kochen wird es aus dem Priesterseminar geben.

Jeden Mittwoch um 19:00 Uhr bieten wir einen meditativen interaktiven online-Gottesdienst. Dieser findet über die Plattform Zoom statt. Bei jedem Gottesdienst wird ein Detail des Misereor Hungertuchs in den Fokus genommen. Schalten Sie sich gerne unter diesem Link zu: https://us02web.zoom.us/j/89263973176

Die bekannten Fastenimpulse wird es in diesem Jahr nicht geben. Im Oktober gab es einen personellen Wechsel in der Internetseelsorge des Bistums. Um neue Formate entwickeln zu können haben wir uns im Team dazu verständigt das Format aufzugeben.

Eine gesegnete Fastenzeit wünscht

Yannik Marchand