1227. Sonntagsimpuls

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,

endlich mal eine gute Botschaft – das dachte ich, als ich am Sonntagmorgen beim ersten Blick auf mein Handy eine Nachricht sah, die mich zutiefst dankbar gemacht hat. Aber meine erste Reaktion, noch nicht richtig wach, war zunächst Sorge. Um 04:16 Uhr schreibt niemand positive Nachrichten, es muss also was passiert sein. Ich habe gemerkt, wie sehr ich darauf gepolt war, dass es eine schlechte Nachricht sein muss. Aber es war ein vorgezogenes Weihnachtswunder, welches mich sehr dankbar gemacht und alle Erwartungen übertroffen hat. Gott sei Dank – so oft einfach nur daher gesagt – an dem Morgen habe ich gespürt, was es wirklich bedeutet. So gestärkt versuche ich auch in die kommende Adventszeit zu gehen. Eine Zeit, die geprägt ist von vielen Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen. Jedes Jahr aufs Neue.

Im heutigen Sonntagsevangelium werden die Menschen damals auch mit ihren Erwartungen konfrontiert und aufgerufen, bereit zu sein, wenn Jesus auf die Welt kommen will. Eine Zeit der Wirrungen, voll Angst und Schrecken. Die Zeit, in der wir heute leben, stellt uns auch jeden Tag aufs Neue vor Herausforderungen, auch das kann müde und ängstlich machen. Ich würde mir wünschen, dass es in dieser Adventszeit gelingen kann den Fokus wieder auf die wichtigen Dinge zu legen: Nächstenliebe, gegenseitiges Verständnis, Zuversicht und so viel mehr.

Heute Abend werden wir in unserer Gemeinde bei der Vigilfeier ein bekanntes Lied hören. Darin heißt es:

„Ein Funke, aus Stein geschlagen, wird Feuer in kalter Nacht. Ein Stern, vom Himmel gefallen, zieht Spuren von Gottes Macht. So wie die Nacht flieht vor dem Morgen, so zieht die Angst aus dem Sinn, so wächst ein Licht, in dir geborgen, die Kraft zum neuen Beginn.“

Mit diesem Lied und dem vorgezogenen Weihnachtswunder gehe ich gestärkt in die kommende Adventszeit. Möge diese Zeit unsere Erwartungen bei weitem übertreffen, sodass wir uns auf das Wunder, das an Weihnachten geschehen wird, einlassen können.

Einen gesegneten ersten Advent,

Julia Kühling

Das Evangelium für den Tag: Lk 21, 25–28.34–36

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!