1162. Sonntagsimpuls

>>> ein Wort in eigener Sache vorweg: Dieser Sonntagsimpuls ist verfasst von Marielle Bei der Kellen. Sie hat in den letzten drei Wochen ein Praktikum in der Pfarreiengemeinschaft Ostercappeln - Bad Essen und Ostercappeln-Schwagstorf absolviert. In dieser Zeit wurde sie von Julia Kühling als Mentorin begleitet. Wie so oft gibt es dann auch die Möglichkeit einen Impuls zu verfassen. Marielle hat die Chance genutzt und die folgenden Zeilen für Sie verfasst! <<<

 

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,

haben Sie schon einmal jemanden versprochen sein oder ihr Lieblingsessen zu kochen und es dann doch nicht gemacht, oder wurden Sie gefragt dies zu tun, hatten aber keine Lust darauf, weil es vielleicht besonders Zeitintensiv ist? Vielleicht fällt Ihnen aber auch eine andere und trotzdem ähnliche Situation ein, denn ich denke, dass jedem eine solche einfallen könnte. Auch das Gleichnis von den beiden Söhnen beinhaltet eine Situation dieser Art und diese sagt nichts anderes aus, als dass es nicht reicht, wenn man etwas machen möchte, wie in meinem Beispiel das Lieblingsessen für jemanden zu machen. Man muss dieses auch machen, auf Worte müssen Taten folgen, sonst kann gegebenenfalls sogar jemand enttäuscht oder verletzt werden. Oftmals ist es eben auch so, wie in dem Gleichnis, dass Menschen zunächst „Nein“ oder „das möchte ich nicht“ sagen und es anschließend bereuen und es dann dennoch machen, um vielleicht einfach jemanden eine Freude zu bereiten.

Das Gleichnis sagt also nichts anderes aus, als dass es nicht allein reicht von etwas überzeugt zu sein oder eben leere Versprechungen zu geben. Die Menschen, die auf ihre Worte auch Taten folgen lassen, gelangen in das Reich Gottes bzw. die Menschen, die nichts versprechen, dass sie dann doch nicht einhalten können. Also wünsche ich uns allen, dass wir nicht in solch eine Situation geraten und Versprochenes oder Abgemachtes nicht einhalten können. 

 

Viele Grüße,

Marielle Bei der Kellen

Das Evangelium für den Tag: Mt 21, 28–32

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus. Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.